Alle gucken, keiner redet drüber. Auf der re:publica Konferenz, die vom 2. – 4. Mai 2012 in Berlin stattfand, stellte Cindy Gallop ihre Website makelovenotporn.com vor. Gallop kommt aus der Werbung, sie führte einst den US-Ableger der Londoner Erfolgsagentur Bartle Bogle Hagerty. Heute ist sie Beraterin, Rednerin, Bloggerin, Aktivistin.

Auf Make Love Not Porn konfrontiert Cindy Gallop Pornowelt und reale Welt miteinander. Sie argumentiert sachlich, ohne erhobenen Zeigefinger. Ihr Ziel ist Aufklärung. Denn sie ist der Ansicht, dass weltweit in Familien, Schulen und anderswo erschreckend wenig über Sex und Porno, und vor allem über den Unterschied zwischen Sex und Porno diskutiert wird.

Am besten erklärt Cindy Gallop ihren Ansatz selbst, sie redet sehr lebendig und auf den Punkt. Eine komprimierte Fassung ihres Vortrags hielt sie letztes Jahr auf der TEDxYouth Konferenz in Santa Monica.

Der Society & Glamour-Sender ARTE widmet sich in diesen Tagen verdienten Persönlichkeiten der Popwelt. Heute gibt es ein Portrait von Iggy Pop (der 65 wird). Und morgen folgt eine Reportage über Britney Spears. Ein Kamerateam war 2008 an ihrer Seite und dokumentierte jeden Schritt von ihr, jedes Wort und jeden Lippenstiftstrich.

Natürlich dürfen Sie dieses Zeitdokument schamlos genießen. Stichworte für Ihre Argumentation gegenüber Partner, Familie, Freunden: Kulturberichterstattung, Unterstützung des öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrags, Medienanalyse, gesellschaftskritischer Diskurs.

Wenn Sie es nicht erwarten können, haben wir hier den Online-Link für Sie (wie alle schönen Dinge im Leben ist auch dieser vergänglich und daher nur eine Woche gültig):

Britney: For the Record (60 min.)

Nachtrag: Die Online-Version des Beitrags ist leider bereits jetzt nicht mehr abrufbar.

Wenn Sie Komödien mögen, aber auf Schenkelklopfer à la Schweiger/Schweighöfer gerne verzichten, dann wäre das vielleicht ein Film für Sie: “Ausgerechnet Sibirien” mit Joachim Król. Premiere ist am 10. Mai, wir haben ihn bereits vorab gesehen beim goEast-Filmfestival in Wiesbaden.

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Er kam, las und rauchte. Christian Kracht im Literaturhaus Frankfurt. Ausverkauft natürlich, 200 Leute im Saal, beschallt mit viel zu lautem Mahler. Absicht? Egal, nach der ehrfürchtigen Einführung des Veranstalters betritt er den Raum, schreitet auf das Podest zu, setzt sich, schlägt das Buch auf und – liest. Rund 75 Minuten lang. Seine Stimme: apfelkuchenwarm, den Text sanft modulierend. Ab und zu ein Räuspern, und wenn er sich verliest, was mehrfach vorkommt, sagt er Entschuldigung. Interessant, bei ihm wird aus “gehen an Land” ein “gehen an Bord”. Den Rest des Beitrags lesen »

Sie sind Künstler oder fühlen sich zumindest so? Dann verraten wir Ihnen was: ARTE sucht jetzt Menschen wie Sie! Bis zum 24. April können Sie sich bei dem sympathischen Kultursender bewerben. Aber Vorsicht! Wenn Sie Erfolg haben, landen Sie mit sieben Mitstreitern in der TV-Masterclass. Eine gewisse exhibitionistische Ader sollten Sie also haben.

Viel Erfolg – und berichten Sie uns bitte, bitte, wie es für Sie lief.

Mutig sein, mitmachen: ARTE “Alles für die Kunst!”

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